Parecon

Veranstaltung zum Thema „Partizipative Ökonomie“ am 18.3.2010, 19:30 bis 22:00 Uhr im New Yorck

Wie könnte eine nicht-kapitalistische Gesellschaft, in der frei Assoziierte gemeinsam über die Bedingungen ihrer Reproduktion verfügen, aussehen? Wie werden die Entscheidungen über Produktion, Verteilung und Konsum getroffen? Wie werden Pläne erstellt? Gibt es weiter Arbeitsteilung, und welche? Nach welchen Kriterien und wie werden Güter an Individuen zugeteilt?

Am zweiten Abend unserer Reihe diskutieren wir die Konzeption „partizipativer Ökonomie“ (Parecon), die Michael Albert (Autor und Politaktivist/Boston) mit Robin Hahnel (Professor für Ökonomie/Washington D.C.) entwickelt hat. Diese unterscheidet sich sowohl von der zentral gelenkten Planwirtschaft staatssozialistischer Systeme als auch von marktsozialistischen Modellen und eher technokratischen Ansätzen (etwa Paul Cockshott/Allin Cottrell). Im Gegensatz dazu steht bei Parecon die Politisierung und Demokratisierung der Ökonomie im Vordergrund.

Dieser Abend ist Teil der Reihe:

No Idea?! Eine Diskussionsreihe über Konzepte befreiter Gesellschaft

Veranstaltet von [pæris] und Plan E

Ob wir wollen oder nicht, radikale Kritik an der bestehenden Gesellschaft wird an den Resultaten des „Realsozialismus“ gemessen: an seinem herrschaftlichen Charakter und seinem ökonomischen Scheitern. Eine historische  Auseinandersetzung bleibt defensiv und eine politische Abgrenzung zweifelhaft, wenn sie sich nicht mit glaubhaften und ausstrahlungsfähigen Vorstellungen anderer gesellschaftlicher Organisation und ökonomischer Planung verbinden kann. Dafür ist es nötig, eine nüchterne und realistische Urteilsfähigkeit in Bezug auf solche Vorstellungen zu entwickeln. Unter dieser Prämisse wollen wir einige in der Linken bereits erarbeitete Vorschläge diskutieren, wie eine reproduktionsfähige Gesellschaft, in der es tatsächlich um Bedürfnisse geht, organisiert sein könnte.

Es wird jeweils ein einleitendes Referat zu einem Konzept oder einem Aspekt des Themas geben. Der Schwerpunkt soll aber nicht auf der Präsentation liegen, sondern auf der offenen Diskussion der sich ergebenden Probleme und Fragen.

Von Februar bis Juli an jedem dritten Donnerstag im Monat von 19:30 bis 22:00 Uhr im New Yorck

Mariannenplatz 2 in Kreuzberg, 10997 Berlin
(Lageplan)


2 Responses to “Parecon”

  • egal Says:

    wenn ich nicht das ganze buch lesen will, gibt es dennoch einen text, den ich zur vorbereitung lesen kann/sollte?

  • Eva von [paeris] Says:

    Entweder dem Link zur Parecon-Seite folgen (ganz kurz), oder ein etwas längerer aber immer noch kurzer Text von Michael Albert auf: http://www.ressler.at/de/participatory_economics.

    Richtige Informationen zum Funktionieren der Institutionen gibt es allerdings in beiden Texten nicht. Wer sich genauer vorbereiten will, muss dennoch nicht das ganze Buch lesen, sondern erst mal nur Teil 2 und 3 (S. 89-217 der dt. Ausgabe) - da werden die Institutionen beschrieben. Das ist etwas länger, aber liest sich relativ leicht.

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