Dez 1 2012

Roter Abend zu feministischer Politik in revolutionären Zusammenhängen

Roter Abend der Internationalen KommunistInnen mit einem Beitrag von [pærıs]

Mittwoch, 05. Dezember 2012 ab 20 Uhr
im Stadtteilladen Zielona Gora, Grünberger Str. 73, Berlin-Friedrichshain. Weiterlesen


Sep 24 2012

Der real gescheiterte Sozialismus und die real existierende sozialistische Linke

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Dieser Text wurde ursprünglich veröffentlicht in: Gruppe INEX (Hg.), Nie wieder Kommunismus? Zur linken Kritik an Stalinismus und Realsozialismus, Unrast-Verlag 2012

Die Lehre aus dem Staatssozialismus ist nicht, die Marktwirtschaft zu verteidigen, sondern mehr über ihre herrschaftsfreie Abschaffung nachzudenken

Die Erfahrung des sich selbst als real existierend bezeichnenden Sozialismus belastet alle politischen Projekte, die sich erneut die Abschaffung gesellschaftlicher Herrschaft zum Ziel gesetzt haben. Einmal, weil der Horror des GuLags, von Überwachungsregimen, Schauprozessen und Mordanstalten jedem Menschen, der sich die befreite Gesellschaft auf die Fahnen schreibt, Schauer über den Rücken jagen muss. Anderseits aber auch, weil dieser Terror in der herrschenden Lesart direkt aus dem Versuch, die Produktion an Bedürfnissen auszurichten, hergeleitet wird. Wer die private Verfügung Besitzender über die Produktion und die Vermittlung über einen Markt ersetzen will durch bewusste Entscheidungen aller Gesellschaftsmitglieder über die Mittel zur bestmöglichen Befriedigung der Bedürfnisse, sieht sich einer gesellschaftlichen Stimmung gegenüber, die zu wissen meint, dass das schon einmal nicht geklappt hat. Deswegen sei es müßiges oder gefährliches Rütteln an gesellschaftlichen Grundfesten, die nicht emanzipatorisch zu überwinden, sondern bestenfalls sozial-staatlich auszugestalten seien. Die Skepsis, wie eine neuerliche Abschaffung des Privateigentums an Produktionsmitteln diesmal wirklich, wie angekündigt, größere Freiheit als im Kapitalismus ermöglichen könnte, lässt viele, sogar sich als sozialistisch verstehende Linke, lieber auf den Markt, und damit auf eine immerhin bewährte Institution zur Herstellung und Verteilung des Sozialprodukts setzen. Weiterlesen