Sep 22 2013

Widerstand im Neoliberalismus - Erfahrungen chilenischer Gewerkschafterinnen

Vortrag und Diskussion mit Eduardo Díaz, Patricia Guzmán und Iván Saldías

Freitag 4.10. 19 Uhr
Versammmlungsraum im Mehringhof
Gneisenaustraße 2a
10961 Berlin

Chile wurde unter der Diktatur Pinochets zum neoliberalen Modellland
umgestaltet, mit entsprechend schwierigen Bedingungen für
gewerkschaftliche Arbeit. Dennoch ist es den Beschäftigten
ausgerechnet in Chile gelungen, die erste Gewerkschaft weltweit beim
gewerkschaftsfeindlichen Konzern Wallmart zu gründen. Dabei haben ihnen
nicht zuletzt Erfahrungen aus dem klandestinen Kampf während der
Diktatur geholfen. Nun geben sie ihre Erfahrungen an andere
Belegschaften in Chile weiter und unterstützen sie beim Aufbau
kämpferischer Gewerkschaften.

Wir wollen mit ihnen diskutieren, inwieweit diese Erfahrungen auch für deutsche Belegschaften nützlich sein können, die z.B. bei der Gründung von Betriebsräten nicht selten der Gefahr der Kündigung ausgesetzt sind. Außerdem wollen wir schauen, welche Möglichkeiten der internationalen Zusammenarbeit zwischen Gewerkschafterinnen es gibt - innerhalb von Konzernen, aber auch entlang von Produktionsketten. Immerhin sind auch viele deutsche Firmen in Chile aktiv, und Belegschaften an verschiedenen Standorten gegeneinander auszuspielen ist gängige Geschäftsstrategie, um Kürzungen durchzusetzen.

Allerdings stehen dabei oft auch unmittelbare Interessen der
verschiedenen Belegschaften gegeneinander, was Solidarität erschwert.
Der Widerstand gegen das Kapital kann letztlich jedoch nur als
gemeinsamer Kampf erfolgreich sein. Wie man sich in dem Spannungsfeld
zwischen Wunsch nach Erhalt des Arbeitsplatzes, dem Wunsch nach
Solidarität mit anderen und der Notwendigkeit seine Lebensbedingungen
nicht fortwährend wieder in Frage gestellt zu bekommen, gemeinsam
organisieren kann, möchten wir gern diskutieren.

Die Veranstaltung wird auf deutsch und spanisch stattfinden mit konsekutiver Übersetzung ins Deutsche.


Dez 25 2012

Mit Stalin und Noske an Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg (ge)denken?

Nao-Podiumsdiskussion
Donnerstag, 10.01.2013 um 19 Uhr in der Tristeza

(Pannierstraße 5, 12047 Berlin, U7 und U8 Hermannplatz)

In diesem Jahr finden erstmals zwei unterschiedliche
Demonstrationen statt, die Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg gedenken.
Die beiden vormaligen SPD-Mitglieder wurden 1919 – kurz nach dem sie
sich am 1. Januar an der Gründung der KPD beteiligt hatten – ermordet.
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Dez 16 2012

Feministische Politik in revolutionären Organisationen

Unser Beitrag zum Roten Abend der Internationalen KommunistInnen:

Der Kampf gegen das Geschlechterverhältnis ist ein wichtiges Thema für eine antikapitalistische Organisation, schon allein deshalb, weil man für eine grundlegende Veränderung der Gesellschaft sehr viele sein muss. Eine revolutionäre Organisation kann es sich gar nicht leisten, einfach zu ignorieren, woran mindestens die Hälfte der Menschen in dieser Gesellschaft leiden. Es wäre ja drollig, wenn weiße männliche Lohnanhängige ihre Interessen versuchen als gesellschaftliches Allgemeininteresse darzustellen und sich wundern würden, dass sie damit ziemlich unter sich bleiben. Da es der Zweck einer revolutionären Organisation ist, die herrschenden gesellschaftlichen Verhältnisse zu kritisieren und alternative Möglichkeiten der Vergesellschaftung vorzuschlagen und zu propagieren, gehört es selbstverständlich dazu, die gesellschaftlich hervorgebrachten Schrecklichkeiten möglichst umfassend in den Blick zu nehmen.

Das haben inzwischen die meisten linken Gruppen und Organisationen eingesehen. Mindestens pro forma steht in jedem Grundsatzpapier, dass es freilich nicht nur das Kapital zu bekämpfen gilt, sondern ebenso Rassismus und das Patriarchat, sowie andere - meist nicht weiter spezifizierte - Herrschaftsverhältnisse. Die Frage ist, was das im Konkreten heißt, welchen Stellenwert das hat und was für eine Art der Praxis sich daraus ergibt.

Im folgenden drei Punkte, an denen mir ein größerer Diskussionsbedarf erscheint, sowie als viertes einige vorsichtige sich daraus ergebende Konsequenzen für eine revolutionäre Organisation, die im Ernst gesellschaftliche Wirksamkeit erreichen möchte. Weiterlesen


Dez 1 2012

Roter Abend zu feministischer Politik in revolutionären Zusammenhängen

Roter Abend der Internationalen KommunistInnen mit einem Beitrag von [pærıs]

Mittwoch, 05. Dezember 2012 ab 20 Uhr
im Stadtteilladen Zielona Gora, Grünberger Str. 73, Berlin-Friedrichshain. Weiterlesen


Jun 13 2010

“Wer macht denn dann die ganze Arbeit…?”

Diskussionsveranstaltung am Donnerstag 17.Juni 19:30 Uhr
im New Yorck, Mariannenplatz 2, Berlin-Kreuzberg

“Nachdem die Arbeit nicht nur Mittel zum Leben, sondern selbst das erste
Lebensbedürfnis geworden”, erst dann kann sich nach der Vorstellung von
Marx “die Gesellschaft auf ihre Fahne schreiben: jeder nach seinen
Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen!” Solange sich nicht
genügend Leute finden, denen die zur Güterproduktion notwendige Arbeit
auch richtig Spaß macht, solange stellen sich in einer Gesellschaft, in
der für die Bedürfnisse aller produziert wird, Fragen nach der Regelung
der Arbeits- und Güterverteilung. Wir möchten an diesem Abend einige
prinzipielle Ansätze, wie damit umgegangen werden kann, besprechen und
diskutieren, welche politischen Implikationen sie jeweils haben. Weiterlesen


Mai 10 2010

We Love the Crisis!

Antikapitalistischer Workshoptag
Samstag, 5. Juni 2010

10.30 bis 22 Uhr
SFE im Mehringhof (Gneisenaustraße 2a, Berlin-Kreuzberg)

Von [paeris] wird es von 16-19 Uhr einen Workshop geben zur

Hegemonie des Antiutopischen

Linksradikale Positionen sind gesellschaftlich so marginalisiert, dass
sich nicht einmal in der Krise von ihnen abgegrenzt werden muss. Linke,
die von diesem Problem ausgehen, ziehen oft den Schluss, Mehrheiten zu
suchen, mit denen man wenigstens irgend etwas gemeinsam hat. Daran
wiederum wird kritisiert, dass der politische Erfolg, und wenn es nur
die öffentliche Wahrnehmbarkeit ist, mit der Aufgabe inhaltlicher
Positionen erkauft ist. Dennoch kann man an dem Kriterium, als
Alternative überhaupt wahrgenommen zu werden, nicht vorbei, wenn man
Politik nicht aufs Rechthaben beschränken möchte. Welche Schlüsse man aus diesem Dilemma ziehen kann, möchten wir gern diskutieren.


Mai 9 2010

Übergangsgesellschaft, quo vadis?

Diskussionsveranstaltung am Donnerstag 20.Mai 19:30
im New Yorck, Mariannenplatz 2, Berlin-Kreuzberg

Eine Gesellschaft, in der alle aus Vernunft, also aus Einsicht in die Vorteile kooperativer, arbeitsteiliger, planwirtschaftlicher Reproduktion, am gesellschaftlichen Arbeitsprozess teilnehmen und dabei ihre Bedürfnisse ohne jedes Mangelempfinden befriedigen können, setzt sowohl ein verallgemeinertes politisches Bewusstsein als auch ein Produktionspotential voraus, das momentan vielleicht nicht gegeben ist. Wer so etwas anstrebt, muss dann auch von irgendeiner gesellschaftlichen Entwicklung ausgehen, die dorthin führt. Darüber will aber niemand reden: „Ach so, Ihr meint die Übergangsgesellschaft, ja gut…“

Ist es sinnvoll, die Frage der politischen und ökonomischen Organisation, wie sie gleich nach Vergesellschaftung der Produktionmittel aussehen soll, so stiefmütterlich zu behandeln oder gleich Stalinisten zu überlassen, weil man ohnehin davon ausgeht, dass dann noch Repression und Arbeitszwang notwendig sein werden? Wird eine so organisierte „Übergangsgesellschaft“ überhaupt einen Übergang zu etwas anderem schaffen? Weiterlesen


Mär 8 2010

Parecon

Veranstaltung zum Thema „Partizipative Ökonomie“ am 18.3.2010, 19:30 bis 22:00 Uhr im New Yorck

Wie könnte eine nicht-kapitalistische Gesellschaft, in der frei Assoziierte gemeinsam über die Bedingungen ihrer Reproduktion verfügen, aussehen? Wie werden die Entscheidungen über Produktion, Verteilung und Konsum getroffen? Wie werden Pläne erstellt? Gibt es weiter Arbeitsteilung, und welche? Nach welchen Kriterien und wie werden Güter an Individuen zugeteilt? Weiterlesen


Feb 13 2010

No idea?!

Eine Diskussionsreihe über Konzepte befreiter Gesellschaft
Veranstaltet von [pæris] und Plan E

Von Februar bis Juli an jedem dritten Donnerstag im Monat von 19:30 bis 22:00 Uhr im New Yorck, Mariannenplatz 2 in Kreuzberg, 10997 Berlin (Lageplan) Weiterlesen


Okt 27 2009

Scheitern und Zukunft des Kommunismus

Workshop-Tag des “…ums-Ganze!”-Bündnisses und des Bündnisses gegen die Wendefeierlichkeiten

Samstag, 31.10., 10.30 bis 22 Uhr, HU Berlin, Dorotheenstr. 24

[paeris] bietet in diesem Rahmen von 11 bis 14 Uhr einen Workshop zur Diskussion der “Grundprinzipien kommunistischer Produktion und Verteilung” der Gruppe Internationale Kommunisten Hollands an.

Die Assoziation freier Produzenten
Das Ziel ist klar: der Verein freier Menschen, und die konkrete Ausgestaltung der Gesellschaft wird sich aus dem historischen Prozeß ergeben. Auf den Verlauf der Geschichte zu vertrauen ist riskant angesichts der Erfahrungen des real existierenden Sozialismus, fanden die holländischen Rätekommunisten 1930. Um das Umschlagen in neuerliche Herrschaft zu vermeiden, sollte man sich Gedanken machen, nach welchen Prinzipien eine befreite Gesellschaft organisiert werden kann. Weiterlesen