Freiheit von Gewicht

Tagesseminar zu Freiheit und dem Doppelcharakter gesellschaftlicher Reproduktion.

Am 17. Oktober in Berlin

Nach dem bürgerlichen und dem anarchistischen Begriff ist Freiheit gleichermaßen Abwesenheit von Zwängen, mit dem einzigen, aber doch großen Unterschied, dass Anarchisten die kapitalistische Produktionsweise durchaus als Zwangsverhältnis erkennen und nicht im Gegenteil als die Gesellschaft, die als erste die Freiheit verwirklicht hätte. Beide Begriffe sind aber mangelhaft insofern, als sie Freiheit rein negativ fassen. Die Welt soll das Subjekt in Ruhe lassen, ansonsten darf sie sein, wie sie will. Damit beschränkt sich der Wunsch nach Freiheit aber immer darauf, von den gegebenen Möglichkeiten alle nutzen zu dürfen und darin nicht beschränkt zu werden. Und das ist mies, wenn der gegebene Möglichkeitsraum nur Beschissenes bietet.

Auf dem Seminar soll es dagegen um eine bestimmte Negation der klassischen Freiheitsbegriffe gehen, wie sie von Hegel und Marx schon vorgedacht wurde - um eine Freiheit, die sich nicht von der Welt abgrenzt, auf subjektives Handeln, Wählen oder gar Denken beschränkt, sondern im Gegenteil zur objektiven Grundlage der Materialität werden muss.

Das Seminar unterstützt die aktuelle antinationale Kampagne von TOP B3rlin.

Verbindliche Anmeldung ist erforderlich unter info[at]paeris[dot]net.


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