Roter Abend zu feministischer Politik in revolutionären Zusammenhängen

Roter Abend der Internationalen KommunistInnen mit einem Beitrag von [pærıs]

Mittwoch, 05. Dezember 2012 ab 20 Uhr
im Stadtteilladen Zielona Gora, Grünberger Str. 73, Berlin-Friedrichshain.

Flyer Roter Abend

Flyer Roter Abend

In vielen linken Gruppen spielen feministische Positionen eine gewisse Rolle, sei es in der Sprache von Flugblättern oder in der Übernahme von feministischen Inhalten. Die Schwierigkeit der meist männerdominierten Gruppen besteht jedoch darin, eine Politik zu entwickeln, in der Feminismus nicht nur hinten angehängt wird, sondern zu einer Grundlage der politischen Arbeit wird.

Anhand der Diskussionen im NaO-Prozeß (Neue antikapitalistische Organisation), wollen wir diese Problematik ganz konkret mit unterschiedlichen Genoss_innen diskutieren. An dem Prozess und den Diskussionen beteiligt sich mittlerweile ein rundes Dutzend von Gruppen und Klein-Organisation teils mit Papieren, teils auch bei gemeinsamen Treffen.

Rike vom RSB Potsdam wird sich in ihrem Beitrag mit der Fragen befassen, wie die Organisationsstrukturen einer NaO aussehen müßten, damit Frauen in unmittelbar Diskussionen, aber auch generell mit ihren Anliegen „zu Wort kommen“. Dazu bezieht sie sich auf das Konzept der „Master suppression techniques“ der Sozialwissenschaftlerin Berit Ås. Der Begriff bezeichnet Methoden, mit denen Frauen insbesondere in Plenums- und Organisationssituationen, aber auch in harmlosen Gesprächen am Reden und Mitentscheiden gehindert werden. Dabei geht es auch darum, wie Menschen systematisch aus Informationsketten herausgehalten werden, damit Cliquen und Männerbünde sich (unbewusst) reproduzieren können. Die Referentin stellt fünf häufig vorkommende Techniken vor und möchte anschließend mit Euch ins Gespräch kommen, was wir diesen Herrschaftstechniken entgegensetzen und wie wir sie überwinden können.

Einen zweiten Beitrag wird die Gruppe [paeris] halten.

Bei der Veranstaltung geht es auch um die Frage, wie feministische Politik aus einer revolutionären Organisierung heraus entwickelt werden kann.


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